01.05.2009 - 1. Mai Ausfahrt für klassische Citroen von Jozzo Arzberger

Seit vielen Jahren veranstaltet Josef Arzberger www.citroen.ac die 1. Mai Ausfahrt des ehemaligen Zwa Zeh Fau Clubs Graz.
Die meisten TeilnehmerInnen sind aus der Region Graz Umgebung, aber seit einigen Jahren fahren wir aus Wien und auch einige Slowenen mit.


Dieses Jahr haben wir es uns etwas weniger stressig gemacht.
Am Donnerstag, den 30.4. gegen 18:00 fahren wir mit der 10 Tage Autobahnvignette der Seiberer-Ausfahrt von Wien über die Tangente mit 30 - 40 km/h Richtung Süden. Dann noch mal Stau bei Baden, wo die 4. Spur aufhört. Danach schnurrt der Ami mit rund 100 Sachen dahin. Gegen 21:00 sind wir bei meinem Bruder in Graz, wo wir übernachten. Ich habe viele Jahre in Graz gelebt und war beim 2cv Club seinerzeit natürlich dabei.

Am nächsten Morgen ist Start um 9:45 am Südufer des Schwarzl Freizeitparks. Der Parkplatz füllt sich mit Enten, aber auch 11CV, DS, CX und XM, also alle großen Citroen sind dabei. Darüber hinaus Mehari und Ami, und vier GS. Mit insgesamt 45 Fahrzeugen diesmal sehr gut besucht.


Es geht zum Automobilmuseum nach Stainz.
Die Strecke dorthin ist wunderbar gewählt, man fährt traditionell im Konvoi. Andere StrassenbenutzerInnen bleiben meist stehen und schauen den Fahrzeugen nach, so dass der Konvoi diesmal ziemlich geschlossen bleibt.Am Parkplatz des Museums wird es eng, aber dass ist kein Problem. Hier knallt einem niemand die Tür ins Auto.


Das Museum entpuppt sich als eine Verkaufsausstellung, die als Museum getarnt ist. An fast jedem Exponat sind ganz kleine Pickerln mit dem Preis angebracht, aber die vermeindlichen Schnäppchen erweisen sich bei genaueren hinsehen als weit überteuert.
Nur bei den wirklich teueren Autos steht verschämt 'reserviert'.
Macht nichts, der Eigentümer hält eine kleine Rede über Citroens, die er einmal hatte und verkauft hat, um dann auf die französischen Automarken zu kommen, über die er den Rest der Rede plaudert, wie Talbot, Simca, Bugatti, Hotchkiss, De Dion Bouton und andere weniger bekannte Namen. Danach freier Rundgang.
Die Fahrzeuge stehen teils sehr eng. Darunter unglaublich seltene, sehr alte und optisch schöne Stücke wie Rolls Royce, Overland, De Dion Bouton, zwei Ford Tin Lizzie, ein Doktorwagen und ein Fordor, alle vor 1918. Auch eine Benz-Motorwagen Replica ist da. Dann BMW 328, Bugatti, Mercedes, Fiat Topolino etc. aus der Zwischenkriegszeit und der in der Ansprache vergessene Panhard und vieles anderes aus den Nachkriegsjahren. Kurz gesagt, es gab genug zum sehen, und kaufen muß man ja nicht.
Ich blieb irgendwann bei einem DKW Junior hängen, eng gestellt aber optisch wunderschön. Das Auto hat mich schon in meiner Kindheit fasziniert, warum kann ich nicht sagen. Ein paar Motorräder gibt es auch, die 6 Zylinder Benelli, BMWs und Hondas.
Draußen am Parkplatz unrestauriertes, Teileträger, die hier dahinrosten:
Auto Union 3=6 Rechtslenker, Steyr Fiat Topolino, Goggo Coupe, Reliant, Sapo, um nur einige zu nennen. So groß kann es mit der Autoliebe nicht sein, wenn solche Dinge draußen stehen, egal wie sehr sie den Zustand 5 übertreffen.


Weiter ging es nach Deutschlandsberg und im ersten Gang steil zur Burg hinauf zum Mittagessen auf der Aussichtsterrasse. Das Wetter blieb uns hold und wir konnten draußen sitzen.

In Anschluss an die Ausfahrt fuhren wir bei einem Freund vorbei und verbrachten Nachmittag und Abend in geselliger Runde.


Eine weitere Nacht blieben wir bei meinem Bruder in Graz, um Samstag morgen noch sehr nett zu frühstücken.
Danach besuchten wir Jozzo und saßen gemeinsam den Vormittag im Cafehaus in Eggersdorf. Hier erfuhren wir noch detaillierte Hintergründe zum Stainzer Museum, die unseren Eindruck voll inhaltlich bestätigten.

Wir machten uns dann über den wunderschönen Umweg Gleisdorf, Weiz, Birkfeld, Ratten, Rettenegg, den Pfaffensattel (wo noch Schnee lag) und über den Semmering auf den Weg nach Hause.


Eine rundum gelungene Ausfahrt, bei der wir nächstes Jahr sicher wieder dabei sind.


Heike


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