04.04.2009 Ausfahrt zum Oldtimermuseum Koller Heldenberg. www.koller-oldtimer.at

Es war unsere erste selbst veranstaltete Ausfahrt, als an diesem denkwürdigen Morgen Punkt 9 Uhr drei Fahrzeuge den Hof bei der Halle in Neufeld verließen: ein Ami 8 Berline, ein Opel Kadett C und ein VW Bus T3.
Wir fuhren über Ebenfurth und Sollenau nach Baden Haidhofsiedlung, wo zwei weitere schöne Fahrzeuge auf uns warteten, ein Mercedes Benz und ein VW Kübelwagen.


Mit den fünf Fahrzeugen begann die Ausfahrt, die uns dank einer Sperre der Helenentalstraße quer duch Baden über eine kleine Umleitung nach Alland brachte. Von hier aus fuhren wir im Konvoi weiter über eine wundervolle Strecke, bei der ich zwischenzeitlich etwas die Orientierung verlor und auf einem Supermarkt Parkplatz mit dem gesamten Konvoi eine 8 fuhr.
Diese kleine Einlage wird unseren Freunden wohl immer in Errinnerung bleiben :-)
Macht nichts, weiter gings bis uns die Route schließlich ins Tullnerfeld führte. Über Tulln ging es dann nach Niederrußbach, wo wir uns erst einmal stärken konnten.
Hier trafen noch die Eltern von Andrea hinzu, über die Autobahn mit einem 'normalen' Auto angereist.

Nach dem Essen ging es die paar Kilometer nach Heldenberg, wo wir genug Zeit fanden, die Autos vorm Museum zu begutachten.
Sieger unter den BesucherInnen des Eröffnungstages war schon am Vormittag ein RAF Baujahr 1913, auf eigener Achse voll fahrbereit angereist. Das Fahrzeug stand noch am Parkplatz. RAF, das war nicht die Rote Armee Fraktion, auch nicht die Royal Air Force, nein, das war schon viel vorher die Reichenberger Automobilfabrik. Ah, Maxi Böhm 'bei uns daheim in Reichenberg!'- also ein echt österreichischen Modell aus Böhmen. Was, ihr könnt euch nicht erinnern? Die 1907 gegründete Firma machte 1908 erstmals auf dem Prager Automobilsalon Furore. Sie bauten sehr teure Automobile quasi in Handarbeit. Bereits 1912/13 fusionierte man mit Laurin & Klement, die wiederum Mitte der 20er Jahre zu Skoda kamen. Für Laurin & Klement war das Motoren know how von RAF sehr wertvoll.
Ok, als ich am Parkplatz stand, wußte ich das auch alles nicht.

Dann ging es ins Museum. Freunde kamen noch hinzu, und so waren wir doch 15 Personen. Wir hatten eine Führung für 15:30 bestellt, und nun ging es los.
Drinnen stehen ähnliche Gustostückerln, ein Renault Kaiserwagen von 1911, aber auch ein zugegeben etwas jüngerer Bugatti von 1938, karossiert von der berühmten Schweizer Karosseurfirma Worblaufen. Oder der große Packard 8 Zylinder mit mitlenkenden Scheinwerfern von 1930. Ja, das gab es schon lang vor der Citroen DS! Oder, oder, oder...
Der große Austro Daimler ADR von 1931, die Benz Motorwagen Replika, der Stimula von 1908. Alles sehr freundlich hell präsentiert, man kann überall die Fahrzeuge hautnah erleben.
Einzig die Aufstellung der Fahrzeuge ging uns manchmal nicht ein. Macht aber nix. Zu sehen gibt es genug, auch unzählige Autos der 50er und 60er. Koller ist allemal eine weitere Reise wert.

Zurück ging es dann über den Riederberg Richtung Wien, wo sich unser Konvoi nach und nach auflöste.


Heike


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